FAQ

Ein Netz, ein Ziel.  Vollversorgung 100% erneuerbar

Angst brauchen wir nicht haben. Die Techniken der Digitalisierung helfen uns bei der Steuerung.

Wenn Milliarden Menschen im Internet gleichzeitig Daten verschicken, Filme streamen und Videocalls durchführen, wo Datenpakete von Einem zum Anderen verschickt verschickt werden und in genau der richtigen Reihenfolge wieder zusammengesetzt werden müssen, dann können auch Millionen von elektrischen Anlagen und Geräten im Stromnetz passend ein- und ausgeschaltet werden.

Natürlich nicht!

Wenn Sonne und Wind keine Energie liefern, versorgen wir Euch aus Batteriespeichern mit Strom. Wir steuern die Speicher so, dass sie sich vollladen, wenn ausreichend Energie im Stromnetz vorhanden ist und die Energie wieder in das Netz zurückspeisen, wenn die Energie knapp ist.

 

Stimmt.

Doch das ändert sich gerade:

 

2035 sollen Elektrofahrzeuge mit einer Speicherkapazität von 1.000 GWh allein in Deutschland unterwegs sein. 

Statistisch stehen Autos zu 95%*1. Wenn wir annehmen, dass 50% davon am Stromnetz angeschlossen sind und bidirektional laden können, wären 475 GWh im Netz verfügbar. Selbst bei der in Deutschland erreichten Spitzenlast von 90 GW*2, wäre es damit möglich ganz Deutschland für mehr als 5 Stunden nur aus den Speichern der Elektrofahrzeuge zu versorgen.

*2 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Spitzenlast#:~:text=Die%20ausgewiesenen%20Lastspitzen%20(H%C3%B6chstlast%2C%20peak,83%20Mio.

 

Bidirektional bedeutet, dass der Strom in beide Richtungen fließen kann. Elektroautos und andere Speicher können aus dem Stromnetz geladen werden und auch wieder Strom in das Netz zurückspeisen. Wenn ein Elektroauto an ein Haus angeschlossen ist, kann es Strom in das Niederspannungsnetz des Hauses einspeisen und damit die Waschmaschine, den Fernseher und alle anderen elektrischen Verbraucher im Haus mit Strom versorgen. 

So schnell geht das nicht. Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland verbraucht pro Tag etwa 11 kWh an Strom. Ein Elektroauto hat im Schnitt eine mittlere Speicherkapazität von 50 kWh (vgl. Grafik BMW / FfE). Damit kann ein Haushalt über vier Tage mit Strom versorgt werden.

Das Ziel ist es aber gar nicht Häuser über Tage hinweg mit Strom aus den Autos zu versorgen, sondern Lastspitzen und Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. 

Die Energie im Speicher des Autos wird dazu überwacht. Wenn der Fahrer am nächsten Tag 200 km weit fahren möchte, gibt er dieses im Fahrzeug an und die Batterie wird vom Energieversorger so gesteuert, dass die verbleibende Energie im Fahrzeug für mindestens 200 km ausreicht.

Auch wenn am nächsten Tag eine lange Tour ansteht, kann der Energieversorger mit der Energie im Auto arbeiten. Der Speicher wir so geladen, dass er zur gewünschten Abfahrtzeit voll ist. Dabei hilft vielleicht der Speicher im Auto des Nachbarn, wenn der nicht zufälligerweise am gleichen Tag in den Urlaub fährt, denn die Speicher hängen im selben Ortsnetz und können so gesteuert werden, dass sie sich gegenseitig laden, wen dieses notwendig ist.

Alleine ist es sehr schwer sich zu 100% mit Energie zu versorgen. Wir sind aber nicht alleine. Und zusammen schaffen wir das, wenn wir unsere Speicher dem Stromnetz zur Verfügung stellen.

Die Versorgung mit Rohstoffen für die Batterien ist ein Problem, wie die Nutzung aller natürlichen Rohstoffe. Quelle: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s35148-021-0721-3.pdf

Wir müssen effiziente Batterien bauen, weitere Rohstoffquellen erschließen, alternative Materialien suchen, die Batterien lange nutzen und vor allem Recyclen.

Batterien können recycelt werden. Sie verbrennen nicht wie Benzin und Diesel.

Doch bevor sie zerlegt und stofflich verwertet werden, können sie in einem zweiten Leben eingesetzt werden und als „2nd-life“-Batterien lange genutzt werden.

Wenn die Batterie in einem Elektroauto nur noch 80% ihrer Leistung erreicht, wird sie ausgetauscht. Für das Auto ist es unwirtschaftlich eine Batterie mit sich herumzufahren, die immer noch sehr schwer ist, aber nicht mehr die volle Leistung und Kapazität hat.

Sehr gut kann die Batterie aber noch stationär, z.B. in einem Haus, eigesetzt werden. Das Gewicht ist hier nicht so wichtig. Der Speicher kann weiter genutzt werden, das Haus netzfreundlich mit Energie zu versorgen.

Es muss dabei nicht immer die ganze Batterie genutzt werden. Die Batterie besteht aus Zellmodulen und Zellen. Die Zellmodule können einzeln genutzt und aus den Zellen können neue Module gebaut werden. Die schlechten Zellen werden recycelt. Die Guten werden im 2nd-life weiter genutzt.

De Zellen müssen dabei nicht aus Elektroautos kommen. Auch in Akkuwerkzeugen, Elektro-fahrrädern, -rasenmähern und -rollern sind Batteriezellen, die weiter genutzt werden können.

Es wird deshalb nicht so teuer viele Batteriespeicher im Stromnetz zu installieren. Die Elektronik in den Speichern kann auf die Funktionalität optimiert werden und die Leistung aus 2nd-life Zellen kommen.

Die Kosten der Speicher können so weit reduziert werden, dass sich Erlöse aus dem Betrieb der Speicher im Stromnetz erzielen lassen. Der Strom kann günstiger und auf einem Preisniveau fixiert werden. 

Was wir dazu brauchen ist ein Speicherschwarm im Niederspannungsnetz, der digital verknüpft ist und in Echtzeit im Bilanzkreis eines Energieversorgers (EVU) gesteuert werden kann.

Die Technik dazu ist vorhanden.

Unsere Technik ist ein Batteriespeicher, der am Hausstromkreis eines Stromkunden angeschlossen ist und über unsere Kommunikations- und Steuerungstechnik exklusiv durch eine EVU gesteuert werden kann

Neu ist, dass der Speicher durch ein EVU gesteuert wird.

Genau. Die Batterien im Auto und die Batterien im Haus des Stromkunden werden von dem EVU des Stromkunden gesteuert. Es ist dabei egal ob die Batterie in der Wohnung oder im Auto ist. Immer ist sie am Hausstromkreis des Kunden angeschlossen.

Das ist clever, denn der Stromversorger kann selbst entscheiden, wann er den Strom an den Kunden liefert. Er muss nicht liefern, wenn der Kunde seine Kaffeemaschine anschaltet und der Strom am Markt gerade besonders teuer ist. Der Versorger kann den Strom schon nachts, wenn er billig ist, beim Kunden speichern und zum Kaffeekochen bereitstellen, wenn der Kunde es will.

Nein, dass musst Du nicht. Wenn Du Deinen Strom günstiger bekommen möchtest, an der Energiewende mitwirken und kostenlos einen Speicher nutzen willst, musst Du nur einwilligen, dass der Stromversorger Deine Zählerdaten dazu nutzen darf, Dich flexibel mit Strom zu beliefern.

Der Stromversorger erhält damit die Möglichkeit Dich günstiger mit Energie zu versorgen. Den Speicher erhältst Du als kostenloses Add-On zu Deinem Stromliefervertrag dazu.

Der Stromversorger verdient daran. Er hat verschiedene Märkte auf denen er die Flexibilität, die ihm durch die Speicher entsteht, vermarkten kann.

  • Tarifoptimiertes Laden / Entladen
  • Intraday-Handel
  • Day-Ahaed Handel
  • Primärregelleistung (PRL)
  • Lokale Netzdienstleistungen (§14a)
  • Redispatch
  • Blindleistungsbereitstellung
  • Spitzenlastkappung

 

Vgl. Forschungsprojekt „Bidirektionales Lademanagement – BDL“

Ob der Stromversorger aus seinen Erlösen etwas auf den Strompreis anrechnet, hängt von ihm ab. 

Der Stromversorger mit dem fairsten Angebot wird Kunden gewinnen und seine Marktposition ausbauen. 

Genau. Speicher und Strom kommen von einem Versorger. 

Der Energieversorger bekommt mit unserer Technik und Eurer Einwilligung zur Nutzung Eurer Zählerdaten, ein Werkzeug an die Hand, welches es ihm ermöglicht erfolgreicher am Strommarkt zu arbeiten. Dadurch wird die Win-Win-Lösung möglich, mit der Strom günstiger und grüner wird und wir alle profitieren.

Wenn Du Interesse an unserer Lösung und einem fairen Stromtarif hast, trag Dich gerne in unsere Datenbank [muss gebaut werden] ein. Wir melden uns wieder bei Dir, sobald ein EVU zu Deinem Versorgungsgebiet unseren Speicher anbietet.

Bei Fragen nutze gerne unser Kontaktformular.

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